Entscheidung über Impfglück

Am 17.1.2021 berichtet die tageschau online, dass Minister Maas (SPD) „Lockerungen für Geimpfte“ erreichen will. Wie gerne würden wir das nicht alle haben – auch ich.

Geimpfte können Corona Virusüberträger sein.

Faktencheck

Aber ist das auch sinnvoll?

Zu den Fakten

  • Es ist unbekannt, ob eine Impfung vor einer Infektion schützt. Das wurde in den Zulassungsprüfungen schlicht nicht untersucht. Sicher ist nur: eine Impfung mildert die Krankheitssymptome. Allerdings: „Experten aus der Impfstoffforschung glauben … nicht daran, dass sich Infektionen mit den Impfstoffen gänzlich verhindert lassen“ (Zeit online 06.01.2021)
  • Ob geimpfte Menschen die Viren weitergeben können, ist ebenfalls nicht untersucht worden. „Die wichtige Frage, ob ein Geimpfter … Virusüberträger sein kann, ist weiterhin nicht geklärt“ sagt Thomas Mertens, Virologe und Leiter der Ständigen Impfkommission am 06.01.2021 in Zeit online.

Angesichts dieser offenen Punkte jetzt schon zu diskutieren, ob es für bestimmte Personen Lockerungen geben soll, ist wirklich Unfug. Man sollte doch glauben, dass die Minister in Berlin sich fachkundig beraten lassen – zumal von den eigenen Fachleuten.

Es findet – sehr zum Nachteil von Deutschland – jetzt wieder einmal eine Diskussion statt, ob und wie weit der LockDown aufgehebelt werden soll. Dabei wird weniger nach strategischem „sinnvoll“ als nach taktischem „darf es etwas mehr sein“ vorgegangen. Die Politik trägt damit eindeutig zur weiteren Ausbreitung der Viren bei. Das hatten wir bereits beim ersten LockDown als sich erst alle überschlagen haben, wer als Erster in den LockDown geht und als Erster wieder raus.

Seit dem 02. November ist Deutschland in einem wankelmütigen LockDown. Alle etwa zwei Wochen wird in dem einen oder anderen Bundesland wieder etwas daran rumgedreht – alles ohne großen Nutzen. Und das soll nun noch bis voraussichtlich Ostern so weitergehen.

Auch wenn Deutschland eine starke Volkswirtschaft ist, irgendwer muss nachher für die Kosten zahlen. Die ersten sind wohl die Gastronomen, die trotz sehr guter Anti-Corona-Maßnahmen im Augenblick die Sündenböcke sein sollen. Der Branchenverband geht von 50.000 Pleiten in 2021 aus.

Es sind solche für alle erkennbar schlechten Maßnahmen, die den Kampf gegen Corona erschweren und die Akzeptanz in der Bevölkerung unterminieren. Es war im Frühjahr klar, dass eine zweite Welle kommen würde. Der gesamte Sommer wurde vertan, es gibt immer noch keine Strategie – nur Aktionismus.

Die FREIEN WÄHLER fordern hier eine echte Strategie und Maßnahmen, die wirken. Empfohlen von einem fachkundigen Team, aus allen Fachbereichen, die etwas beitragen können.

Holger Krah

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