Corona Strategie

Seit einem Jahr haben wir das Corona Virus am Hals. Jede Woche wird neu beschlossen, ob Friseure oder Schulen nun öffnen oder besser schließen sollen. Wie jedoch Minister­präsident Kretschmann und seine Amtskollegen zu den Entscheidungen kommen, ist allen ein Rätsel: heute gilt die Inzidenz, vorher war es der R-Wert, der aktuell wieder ins Gespräch kommt, nachdem die Inzidenz gefallen ist. Also was denn nun??

Was Kretschmann nicht hinbekommt:

CORONA Strategie der FREIEN WÄHLER

Eines sollte uns jedoch klar sein

  • Das Virus mutiert offenbar schneller als wir Impfstoffe entwickeln, freigeben und in großen Mengen produzieren können (von der schleppenden Impfaktion schweigen wir)
  • Derzeit haben wir Glück im Unglück: die meisten Impfstoffe kommen auch mit den Mutationen noch zurecht. Womöglich nicht mehr lange: Im Moment haben wir erst 3 ernstzunehmende Mutationen, in einem Jahr können es leicht 9 und mehr sein. Ob wir es wollen oder nicht: der Virus ist da und bleibt – mutiert – in der Welt.
  • Es ist somit Unfug zu glauben, alle Menschen impfen zu können. Ebenso ist es Unfug, zu behaupten, die Pandemie sei erst vorüber, wenn der letzte Mensch geimpft wäre (Bundeskanzlerin Merkel). Dann geht sie wohl nie vorüber…
  • Selbst wenn wir die Impfstoffe schneller herbeizaubern könnten: müssen wir dann alle 3 bis 6 Monate zum Gruppenimpfen gehen und zwischendrin von einem Lockdown in den nächsten taumeln?
  • Ebenso kann niemand erklären, weshalb „nächtliche Ausgangssperren“ oder ein „Durchfahren eines Risikogebietes“ nützlich oder gefährlich ist. Das sind schlichte Angst-Maßnahmen, weil man keine Strategie oder Plan besitzt. Nachts ist weniger auf den Marktplätzen los und das Virus lauert eben nicht hinter einem Busch auf uns. Diese Fehlgriffe wurden eingeführt, weil man eine „diffuse Gefährdungslage“ hatte. Dabei waren die Entscheider mehr konfus als die Lage diffus.
  • Wir müssen uns klarmachen, dass das produzierende Gewerbe, die Industrie und die Dienstleister alle Steuern zahlen, die die Regierung gerade mit so vollen Händen ausgibt. Gerade diese echten Steuerzahler werden aber in den Lockdown geschickt. Das können selbst wir uns nicht mehr oft leisten, wenn überhaupt. Z.B. Italien kann es nicht mehr und wird die Gelder aus Brüssel nicht mehr zurückzahlen, das wurde bereits beschlossen.
  • Der schlimmste Punkt ist jedoch: der derzeitige Dauer Lockdown wird zunehmend von den Bürgern abgelehnt. Landkreise mit einer Inzidenz von 21 werden behandelt wie solche mit 350 und mehr. Ob wir wollen oder nicht: die Politik – genaugenommen der Bundestag und die Landtage müssen darüber diskutieren, wann wie gelockert wird und wann es wieder in Richtung Lockdown gehen wird. Das ist ihre Aufgabe & Verantwortung auf der oberen Ebene. Hier müssen Rahmenvorgaben gemacht werden, die von den Kommunen mit Leben gefüllt werden müssen

Also brauchen wir einen anderen, deutlich mehr systematischen „wie-machen-wir-das“-Ansatz. Wir müssen lernen von Ländern, die es schlicht besser hinbekommen als wir: z. B. Israel (Impfgeschwindigkeit: die sind fast durch) oder Dänemark (die testen 5x mehr & schneller).

Dabei sind die METHODEN, wie VORBEUGEND gegen „große Bedrohungen“ vorgegangen wird hinlänglich bekannt und teilweise in Gesetzen oder Vorschriften verankert.

  • Gefährdungsanalysen müssen durchgeführt werden und Unterschiede herausarbeiten: Welche Risiken sind vergleichbar: Büro und Industrie? Pflegeheim und Krankenhaus? Was ist mit Hotels, Schulen, Gaststätten usw. ? Können Kinos mit Fußballstadien (im Freien) gleichgesetzt werden?

Wir wissen bereits, dass alte Menschen sehr und junge Menschen kaum gefährdet gegen die Erkrankung sind. Aber alle können sich bei allen anstecken.

Also: wo können Menschen aus unterschiedlichem Umfeld „wie dicht“ zusammenkommen, wenn jemand „was“ mitbringt.

  • Schutzziele definieren. Hochrisiko-Menschen vor Ansteckung (und Vereinsamung) schützen, jungen Menschen eine Bildung (Ansteckungsgefahr minimieren) bieten. Usw.

Auf jeden Fall ist ein schnelles und vor allem absehbares Reagieren gefragt.

Hier kommt sehr leicht ein Spagat (gegenläufige Ziele) zusammen, das muss aber herausgearbeitet werden. Und dann kommt das leidige & gefürchtete „abwägen“. Es muss klar sein: auch ein Lockdown ist eine Abwägung – zu Lasten unserer Kinder. Die werden das Geld irgendwie zurückzahlen müssen. Dann sind unsere Politiker, die sich derzeit „drücken“ aber bereits in Rente…

  • Prävention: dieser Punkt zergliedert sich sofort in „Ansteckungsrisiko minimieren“ sowie „schweren Krankheitsverlauf, damit die Todesrate minimieren“

Welche technischen, organisatorischen & persönliche Maßnahmen sind möglich?

    • Lüftungsanlagen oder -geräte, die Aerosole mit den Viren aus der Luft filtern können (gibt es tatsächlich: nichts anderes ist im Endeffekt der Mund-Nase-Schutz). Hier brauchen wir Förderungen / Zuschüsse: Aufgabe der Landtage / des Bundestags.
    • Impfung vorrangig für die Hoch-Risiko-Gruppen
    • Dringende Entwicklung von Medikamenten, mit denen notfallmässig die Menschen vor der Intensivstation bewahrt werden können (gibt es schon, nur nicht zuge­lassen). Jeder muss wissen, dass bereits ein paar Tage an einer Beatmungs­maschine zu einem Abbau der eigenen Atemmuskulatur führen. Beatmung ist ein wichtiges Therapieelement, aber eben nichts für die „leichte Schulter“. Auch Ent­wick­lung­en von solchen Medikamenten sind zu fördern: Aufgabe des Bundestages !
    • Abstands- und Hygieneregeln, ergänzt um entsprechende Lüftungsanlagen: insbesondere für Kindergärten und Schulen. Die Minis können schlicht nicht stundenlang mit Maske im Abstand zueinander zubringen – es sind und bleiben Kinder.
    • Wöchentliche Schnelltests an eben den „zentralen“ Orten, an denen sich Menschen treffen: Schulen, Kindergärten, Mitarbeiter von Pflegeheimen, etc. Falls ein Infizierter gefunden wird, wird ab dem Moment die Testfrequenz erhöht bis hin zu täglich. Besucher von Pflegeheimen werden generell getestet.
    • Körperabwehr stärken. Neben dem allbekannten Vitamin C ist die Liste der Möglichkeiten hier lang, insbesondere Bewegung an der frischen Luft und – man will es kaum glauben – eine positive Grundeinstellung (also eben keine Angst)

Wir geben gerade weit über 200 Milliarden Euro aus, damit Leute zuhause bleiben. Es werden schon ein 2 bis 5 Milliarden für entsprechende Lüftungstechnik übrigbleiben

Also: mit vorrangig technischen Maßnahmen der Virenzahl in der Luft begegnen, mit Impfungen & Medikamenten den Auswirkungen entgegentreten.

  • Risikomanagement: Hier kommen Hygienekonzepte ins Spiel. Folgende Muster-Hygienekonzepte müssen dringendst erstellt werden (Verbände sind hier hilfreich)
    • Hotel / Gaststätten (die gibt es tatsächlich)
    • Pflegeheim (hier gibt es große Unterschiede und Lücken)
    • Schulen (Kinder)
    • Hochschulen (Erwachsene)
    • Einzelhandel / Dienstleister
    • ÖPNV (Bus, Bahn, Taxi, Flugzeuge)
    • Usw.

Diese Hygienekonzepte müssen für das spezielle Gebäude gelten, in der die Schule / das Hotel / der Einzelhändler seinen Sitz hat. Es sind zu berücksichtigen: Mindestabstände, kann ein „Kreisverkehr“ gebildet werden, habe ich genug Lehrer, dürfen nur eine bestimmte Anzahl Menschen ins Gebäude? Usw.

Es muss pro Muster-Hygienekonzept festgelegt werden, wie oft eine Kontrolle durch die Behörden stattfinden muss. Diese Kontrollen dürfen an externe Fachkräfte übertragen werden (Hygienefachkraft, Fachkraft Arbeitsschutz), bis sich das Ganze eingespielt hat.

Also: passende Vorsorge- und Schutzmaßnahmen für unterschiedliche Bereiche des Lebens. Einer Ansteckung so wenig Chancen geben, wie nur möglich.

  • Handlungsrahmen der Kommunen definieren
    • Kreise mit einer Inzidenz von über 35 müssen die Bundeswehr um Unterstützung bitten. Ab einer Inzidenz von 50 übernimmt die Bundeswehr das Kommando über die Gesundheitsbehörde des Kreises und gibt sie erst unter 35 wieder ab. Die Kommune muss für den Einsatz Kostenersatz leisten.

Keinesfalls darf es eine Diskussion geben, welcher Wert den der bessere ist: aktuell kommen die ersten mit einer Inzidenz von 10 (= 1 Infizierter auf 10.000 Menschen), andere von 0 (ja richtig gehört: null) um die Ecke. Das ist doch alles nicht zielführend.

    • Ebenso müssen die Kommunen die Güte der Hygiene Konzepte der einzelnen Unternehmen, Schulen, etc. überprüfen. Beurteilungsgrundlage sind die Muster-Hygienevorschriften, von denen in begründeten Fällen abgewichen werden darf. Die Kommune darf hierzu in den ersten beiden Jahren externe Fachkräfte (Hygienefachkraft, Fachkraft Arbeitsschutz) hinzuziehen.
    • Es müssen die festgeschriebenen Kontrollen durchgeführt werden
    • Ordnungsgelder werden nicht von der Ortsbehörde, sondern von der Behörde am Wohnsitz des Täters versandt. Hier wird auch dokumentiert, wie oft bereits verstoßen wurde. Erster Verstoß z.B. 50€, zweiter Verstoß 250€, dritter Verstoß 1.250€. Der ausstellenden Ortsbehörde wird 50% des Geldes zugewiesen. Ähnliche, aber schärfere Vorgaben für solche Menschen, die sich der Quarantäne entziehen und willentlich in Kauf nehmen, Menschen anzustecken.
    • „Gute“ Kommunen dürfen mehr an Geschäften, Schulen, etc. öffnen als „schlechte“. Das muss die Kommune selbst entscheiden. Hier kann es auf Landesebene „Richtwerte“ geben, damit sich kein Wildwuchs entwickelt.

Also: zügige „Eskalation“, wenn die lokalen/regionalen Behörden die Übersicht verlieren. Klare Verantwortlichkeiten und Unterstützung. Klare Maßnahmen gegen Menschen, die gehäuft gegen Schutzmaß­nahmen verstoßen. Klare Öffnungs­perspektiven für die Bereiche, in denen es „läuft“

  • Sofortmaßnahmen vorhalten

Das Gesundheitsamt muss entweder die Kontaktverfolgung von positiv Getesteten binnen 48 Stunden gewährleisten oder das Land / Regierungsbezirk hat ein Schnelltest-Task-Force zu entsenden (hier kann die Bundeswehr ggfs. ebenfalls Amtshilfe leisten). Diese Task Force hat alle Hotspots oder sogar alle Gebäude mit Menschenan­sammlungen (Schulen, Pflegeheime, etc) durchzutesten.

Also: professionelle Kontaktverfolgung oder konsequente Massentests, um einen Ausbruch in kürzest möglicher Zeit einzugrenzen.

  • Umsetzung über den PDCA Zyklus: Planen (Plan), umsetzen (Do), überprüfen (Check) und nachregeln (Act). Nach z.B. größeren Brandereignissen werden die Erkenntnisse in die Vorschriften eingearbeitet. Das ist ein Standardprozess, vor allem in Industrie und Mittelstand.

Raus aus dem Fettnapf Marathon:

  • Zuerst hatten wir keinerlei Mund-Nasen-Schutz. Damals gab es auch noch keinen „wissenschaftlichen Beweis“. Vorgeschobene Behauptung, weil wir nichts hatte. Nun darf man kaum raus ohne einen solchen
  • Kontaktverfolgung. Katastrophe. Hat überhaupt nicht geklappt. Die bereitstehende Bundeswehr wurde mitunter nicht gerufen, weil das dem Ruf der Behörde / des Behördenleiters schadet. Irgendwann hat man von einer „diffusen Infektionslage“ gesprochen, was tatsächlich einer der Anlässe für den Lockdown war. Das darf nicht noch einmal passieren
  • Dann kam der Impfstoff, auf wir eigentlich immer noch warten: selbst die Hochrisiko Gruppen sind nicht einmal geimpft (meine 85-jährige Mutter wurde ausgeladen und wartet nun seit Wochen auf einen neuen Termin)
  • Zwischenzeitlich wurden die Spritzen knapp
  • Jetzt haben wir Impfstoff, den keiner will. Aber der ist immerhin überraschend preiswert.
  • Der bessere Impfstoff wird schon mal an Bürgermeister und andere verdiente Menschen ausgegeben. Hoffentlich bedeutet das nicht, dass die sich dennoch weiter bemühen, weiteren Impfstoff zu beschaffen.
  • Ein permanenter Streit, welche Inzidenz (50,100, 200, 50, 35,10, 0) denn die Beste sei. Oder welcher R-Wert. Nicht diese Diskussion hilft, sondern nur: welche Maßnahmen sind zielführend.
  • Schnelltest: erst kostenlos, dann nicht verfügbar und schon gar nicht mehr kostenlos. Haben wir diese Bestellung etwa auch verschlafen?? Dänemark testet 5x mehr und schafft angeblich 2 Tests pro Mitbürger und Woche.
  • Die Durchnummerierung der Wellen ist vergleichbar mit den Namen der Tiefdruck­gebiete: nutzlos, wenn man keine Strategie hat, WIE man etwas angehen soll.

Fazit:

Das Virus kann nur sehr früh gestoppt werden mit:

  • Aerosole in der Luft reduzieren (Lüftungsgeräte, M-N-S, AHA Regeln)
  • Testen, massenhaftes Testen, sofern wir die Kontaktverfolgung nicht hinbekomme und schnellstens erheblich verbessern.
  • Kompetenzen schnell delegieren an Fachleute (Bundeswehr, Fachkraft Hygiene oder Arbeitssicherheit). Weder „lokale Befindlichkeiten“ zulassen noch Überforderung / zu wenig Personal / etc. Es interessieren nicht die Gründe, warum die Kontaktverfolgung nicht funktioniert. Es interessiert nur Erfolg oder Sofortmaßnahme „testen“.
  • Impfen, die Hochrisiko-Personen zuerst. Bürgermeister müssen wie wir alle eben warten. Dieses Schwert kann jedoch bald stumpf werden, sollten die Mutationen überhand nehmen. Darauf müssen wir uns mit „konventionellen“ Methoden vorbereiten
  • Beschaffungsprozesse verbessern. Selbst die DDR wusste Orangen zu beschaffen. Egal ob es sich um Impfstoff, Spritzen, Schnelltests oder Ausstattungen von Impfzentren dreht. Leider kann hier die Bundeswehr nicht helfen, die wissen auch nicht mehr, wie das mal geklappt haben soll. Die Industrie und der Mittelstand können es aber.

Die Kernpunkte des Konzeptes sind sehr frühzeitiges Erkennen einer Infektion an kritischen Punkten (Schulen, Kindergarten, Pflegeheime), konsequenter Kontaktverfolgung oder Massentests. Eine leichte Variation der Abstands- und Hygieneregeln, ergänzt durch technische Mittel insbesondere für Schulen und Kindergärten.

Der Schlüssel ist Zeit: nur durch sehr frühzeitiges Eingreifen und schnellem vorher geplanten Handeln, wird die Inzidenz frühzeitig „gedreht“. Es ist falsch, eine Welle erst kommen zu lassen. Gaststätten und Hotels mit guten Hygiene­konzepten können wieder öffnen (die waren übrigens nie Hotspot). Und auch ein Urlaub wird wieder möglich – zumindest in Deutschland, dort wo es solch eine Strategie gibt.

Keine Angst vor einem „Flickenteppich“: den hat es gegeben, weil die Inzidenzzahlen teilweise bei Werten über 600 gelegen haben, während anderswo die 35 nicht erreicht wurde. Es wird leichte Unterschiede zwischen Schulen geben, die gibt es ohne Corona auch – ebenso wie in vielen anderen Bereichen.

Ganz zum Schluss möchte ich Ihnen mitteilen, woher solche Methoden und Maßnahmen bekannt sein müssten: vom ungeliebten Brandschutz. Es gibt 200.000 Brände pro Jahr, so oft rücken die Feuerwehren aus. Das macht eine „Brandinzidenz von 243“, alle Achtung!

Hierfür haben wir aber jede Menge Gesetze, Vorschriften sonstige Vorgaben: man muss nur „Hygienekonzept“ durch „Brandschutzkonzept“ ersetzen – der Rest ist dann schon festgeschrieben inkl. aller Maßnahmen: welche Behörde ist für was verantwortlich.

Also: wir können es schon, wir müssen es nur halt machen …

Und damit insbesondere anfangen.

Wir FREIEN WÄHLER stehen für eine sachbezogene Politik !

Lösungen statt Angstparolen.

Holger Krah

Sachverständiger baulicher und anlagentechnischer Brandschutz

Vorsitzender Landesfachausschuss Wirtschaft und Mittelstand der FREIEN WÄHLER BW

Corona Status 16.02.2021

Das Corona Virus verfolgt uns und unsere Wirtschaft nun schon ein Jahr. Was wissen wir nun, was vermuten wir, was erhoffen wir uns von der Zukunft? Wir haben den aktuellen Fakten stand zusammengefasst (mitsamt Quellenangaben zum Nachlesen)

CORONA – was ist bekannt?

Wie gehen wir damit um?

Wirkt die Impfung bei den bekannten Mutationen des Virus ?

Derzeit gibt es 3 vorherrschende Mutationen (britische, südafrikanische und die brasilianische).

  • Impfstoff BioNTECH: dieser Impfstoff wirkt gegen die britische und südafrikanische Variante. Für die brasilianische Variante gibt es noch keine Aussage der Wissenschaftler (wissenschaft.de vom 09.02.2021)
  • Impfstoff AstraZeneca: der Impfstoff wirkt „unzureichend“ gegen die Varianten aus Südafrika (Pharmazeutische Zeitung v. 15.2.21). Das Unternehmen hatte am 11.2.21 aber mitgeteilt, dass der Impfstoff infolge der „neuen Virus-Mutationen angepasst“ werden solle. Das klingt nach einem Eingeständnis.
  • Impfstoff Moderna: dieser Impfstoff ist ebenfalls gegen die britische und südafrikanische Variante wirksam (tagesschau.de, 11.2.21).

Wie läuft es mit den Impfungen?

Hier bekleckert sich die Bundesregierung nicht mit Ruhm. Wir sind zwar nicht auf dem letzten Platz (tagesschau, 15.2.21). Allerdings stehen wir nur dann mittelmäßig da, wenn man einige (bessere) Länder aus der Liste herauslässt. Auch eine Lösung.

Woher kommt der Grenzwert „50er Inzidenz“ (bzw. nun 35er Inzidenz)?

Unbekannt. Zunächst soll es sich um die „Nachverfolgbarkeit“ durch die Gesundheitsämter gedreht haben. Dem hat aber die Verbandschefin Teichert widersprochen (Welt.de, 20.5.20).

„Intensiv-Betten“ gab es auf jeden Fall genug (Br24, 30.12.20).

Jetzt gilt 35 als Grenzwert, wobei dieser Wert für „3-5 Tage stabil unterschritten“ werden muss (Bundeskanzlerin Merkel lt. BR24 am 10.2.21). Das bedeutet defacto einen noch nicht genannten deutlich tieferen Grenzwert.

FOCUS veröffentlichte am 15.2.21 in einem sehr langen Bericht („Zahlreiche Stellen ge­schwärzt: wie es zur Lockdown Strategie der Bundesregierung kam“). Es geht darum, dass es Strategiepapiere der Regierung geben soll, die von einem Null-Wert (“ZeroCovid“) ausgehen würden. Solch eine „Null“ wird ua. vom Virologen Streek als „illusorisch“ angesehen. Ist das also das Ziel: „weltweites Ausrotten von Covid“ ? Oder wollen wir einen Dauer-LockDown?

Wie lange werden uns also die Mutationen „begleiten“ ?

Das ist die zentrale Frage, aber hier gibt es schlechte Nachrichten: „Wir haben ein Problem für Jahre“ (Tagesschau.de / 10.2.2021)

Helfen die Impfungen gegen eine Ansteckung mit Covid 19?

Nein. Man steckt sich an und gibt auch „bis zu einem gewissen Maß“ Viren weiter. (Pharmaz. Zeitung, 08.01.21)

Wie lange können wir uns den Lockdown leisten?

Selbst­ständige Gastwirt oder Einzelhändler zumindest nicht. Andererseits können wir nicht auf Dauer Aber-Milliarden verschenken, die müssen alle zurückverdient werden – und zwar eben von den Unternehmen und deren Mitarbeitern. Denn: selbst die Steuern, die die Beamten zahlen, kommen letztendlich von den Steuern, die die Wirtschaft verdienen muss.

Die FREIEN WÄHLER fordern endlich eine große parlamentarische Diskusssion !

Holger Krah

Corona Schlingerkurs

Seit nunmehr einem Jahr begleitet uns das CORONA Virus. Was haben wir also erreicht oder zumindest gelernt?

CORONA Schlingerkurs im Nebel

Virusvarianten und Impfstoffe

Wie alle Viren mutiert auch dieses, immer wieder und bei der weltweiten Verbreitung auch recht schnell. Derzeit sind drei Varianten bei uns kritisch: die britische, die südafrikanische und die „normale“ Variante. Weitere Varianten sind u.a. aus Brasilien gemeldet worden, aber noch nicht bei uns.

Die deutsche Politik hatte auf Zeit gespielt und gehofft, dass mit einer Impfung alles erledigt wäre. Das scheint nun nicht mehr der Fall zu sein. Nicht alle Impfstoffe wirken gegen zB die britische Variante (österreichische Zeitung „oe24“ vom 25.1.21), sondern müssen „überarbeitet“ werden. Dauer: unbekannt.

Kanzleramtsminister Braun sieht aber gerade die britische Variante B.1.1.7 „als künftig dominierend“ an (ZDF, 25.01.2021). Sein Kollege Spahn kauft im Februar noch schnell 3 Mio der Impfdosen, die gegen diese Variante aber machtlos ist. Dafür ist es mit nur 2€ pro Impfdose auch ausnehmend billig (Handelsblatt, update 29.1.21).

Sinn: unbekannt.

Medikamente gegen Corona

Derzeit werden Medikamente gegen die Auswirkungen von Corona entwickelt. Sie haben davon gehört: Präsident Trump ließ sich mit einem solchen Präparat behandeln. Diese Medikamente könnten also die Angst vor der Intensivstation nehmen und das Virus in seiner Wirksamkeit auf eine heftige Erkältung herabstufen. Hier muss dringend weiter geforscht werden, ggfs auch über Notfallzulassungen geredet werden.

Weitere Informationen: unbekannt.

Impf-Schneckentempo

Impftempo: während Israel seine Bevölkerung bereits weitgehend geimpft hat (derzeit sind schon die über 16-jährigen dran), kommt Deutschland einfach nicht in die Puschen. Wir haben 18 Mio Mitbürger älter als 65 Jahre, davon sind rund 1,2 Mio vollständig geimpft (RKI, Stand 10.02.21). Meine eigene Mutter (85) hatte einen Termin vereinbart, der wurde vor Wochen schon mangels Impfstoff abgesagt.

Großbritannien impft 600.000 Menschen an einem Tag, Deutschland schafft an Spitzentagen 136.000 – nicht einmal ein Viertel. Im Mittel der letzten 30 Tage nur rund 100.000.

Plan: unbekannt

Wust an Corona Verordnungen

Dafür gibt es bei uns die meisten Corona Verordnungen und deren Überarbeitungen. Allein in Baden Württemberg sind es 32 Überarbeitungen, Ergänzungen und Korrekturen seit August 2020 (Homepage Land).

Die letzte Änderung (10.02.21) ist die bezeichnend: nachdem das Verwaltungsgericht die nächtliche Ausgangssperre gekippt hat, sind nun die Kommunen hierfür zuständig.

Strategie: unbekannt

Wir brauchen eine langfristig planbare Lösung. Eine Strategie: wann machen wir was. Nicht alle paar Wochen eine Verlängerung des LockDowns und diesmal auch Sonderregeln für Friseure.

Holger Krah